Dargun

Im Norden ist die Schloss- und Klosteranlage Dargun recht bekannt – Jahr für Jahr kommen unzählige Besucher und genießen die Konzerte des Darguner Musiksommers und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Aber Weitgereiste wie mich überraschte die Dimension der imposanten Ruine:

Drei Stockwerke hoch und 19 Fensterachsen breit erstreckt sich die Hauptfassade aus nacktem Ziegel, geschmückt mit einem schönen Mittelrisalit und breiten, runden Türmen an beiden Enden. An der Südseite der Vierflügelanlage überragt das Kirchenschiff noch die Mauern Schlosses. Es lässt sich ahnen, dass hier einmal eine der bedeutendsten Schlossanlagen Norddeutschlands zu bewundern war!

Entstanden aus einem Zisterzienserkloster aus dem 12. Jahrhundert und nach der Säkularisation im 16. Jahrhundert umgebaut im Stil der Renaissance, diente es den Herzögen von Güstrow als Nebenresidenz und beherbergte im 19. Jahrhundert die erste Ackerbauschule des Mecklenburgs.

Der heutige Zustand ist Folge eines Brandes in den letzten Kriegstagen, der das Schloss weitgehend zerstört hat. In den 1990er Jahren begannen die Sicherung der Mauern und der schrittweise Wiederaufbau der Kirche, so dass sie heute für interessierte Besucher offen stehen und eine einmalige Kulisse für die Sommerkonzerte bieten.

Das Schloss liegt in inmitten einer großen, abwechslungsreichen Parkanlage:

Über eine Kastanienallee im Osten führt der Weg zum „Gelben Tor“, dem Hauptzugang. Südlich hiervon erstreckte sich einst ein barocker Garten, an den heute noch der nun wieder restaurierte Teepavillon und einigs fast 300 jährige Eiben erinnern. Östlich folgt eine weite Rasenfläche mit einem Hainbuchenlaubengang am Südeingang zur Kirche. Und noch weiter östlich folgen die Streuobstwiese und der Schlossteich inmitten alter Bäume. Einen wunderbaren Überblick über die gesamte Anlage gibt es vom Schlossturm!

Die besondere Ausstrahlung der Ruinen und die vielen überraschenden Details bleiben noch lange in Erinnerung.

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