Naturpark Schöneberger Südgelände

Auf den ungenutzten Schienen und Bahnanlagen des 1875 errichteten Tempelhofer Rangierbahnhofs entwickelte sich nach dessen Stilllegung Mitte des 20. Jahrhunderts eine einzigartige Landschaft. Auf dem 18 ha großen Areal erstrecken sich heute Birken- und Robinienwäldchen, Hochstaudenfluren und wertvolle Trockenrasen mit zahlreichen vom Aussterben bedrohten Arten aus. Seit 1996 werden diese Flächen von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu einem öffentlichen Park entwickelt. Ein Drittel der Fläche ist Naturschutzgebiet, der Rest Landschaftsschutzgebiet.

Prägend ist der Kontrast zwischen Natur und den Relikten der Eisenbahnzeit. Eine alte Dampflok scheint zwischen den Birkenstämmen gestrandet. Ein stählerner Wasserturm, eine alte Drehscheibe sowie zahlreiche Lichtmasten erzählen ihre Geschichte und ragen aus dem urwüchsigen Umfeld heraus. Die Wege folgen den schnurgeraden Schienensträngen und verlaufen auf einem Stahlsteg über dem geschützten Trockenrasen. Und moderne Stahlskulpturen ergänzen die Szenerie.
Im Eingangsbereich informiert das Besucherzentrum über Geschichte und Natur des Südgeländes, ein Café lädt an den Wochenenden zum Rasten.
Eine tiefe Ruhe und scheinbare Abgeschiedenheit prägen den Park. Schafe weiden auf den Fluren und wochentags durchstreifen nur wenige Besucher das Gelände. Erst die Geräusche der angrenzend vorbeifahrenden Züge erinnern wieder daran, dass der tosende Verkehr der Stadtautobahn und der Schienenknoten Südkreuz direkt angrenzen.

Adresse: Priesterweg  10829 Berlin

Öffnungszeiten: 9.00 bis zum Einbruch der Dunkelheit
Verbindung: S 2, S 25 Priesterweg

weitere Infos: Grün Berlin

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