Gutspark Britz

 

Nur wenig abseits des viel befahrenen Britzer Dammes liegt kaum vermutet eine der wenigen erhaltenen, typischen märkischen Dorfanlagen: mit Schloss und Park, Gutshäusern, Feldsteinkirche, Friedhof und Dorfteich: der Gutzspark Britz.

Nach der denkmalpflegerischen Restaurierung der Anlage in den Jahren 1985-88 präsentieren sich Schloss und Garten wieder wie zur Gründerzeit. Aber erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass sich in der Gartenanlage auch heute noch 300 Jahre Gartengeschichte ablesen lassen:

Mit dem Bau eines zweigeschossigen Steinhauses auf den Fundamenten des ehemaligen Rittergutes der Familie Britzke entstand Anfang des 18. Jahrhunderts ein barocker Lust-und Nutzgarten mit Alleen, Sichtachsen, Bosquetten, Statuen, Goldfischteichen und Orangenbäumen. Das dazugehörige Gut wurde zu einem Mustergut ökonomischer Landwirtschaft ausgebaut.
Um 1840 wurde der Park erweitert und in einen Landschaftsgarten umgestaltet.
Nach 1890 wurde das Schloss erweitert und im Stil der Neorenaissance umgebaut. Im Garten wurde durch den Garteninspektor Wilhelm Nahlop das Wegesysten zeittypisch verändert und mit Teppichbeeten, tropische Pflanzen und Brunnen ergänzt.
Nach dem Verkauf des Gutes an die Stadt Berlin im Jahre 1924 wurde der Garten für die Öffentlichkeit zugängig gemacht. Eine weitere Umgestaltung erfolgte in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts, u.a. mit der Anlage des Rosengartens.

Wer sich dem Gut von Westen über den Britzer Damm nähert, hat über den Dorfteich den schönsten Blick auf das Schloss und die sich hiervor erstreckende breite Auffahrt. Östlich des Schlosses erstrecken sich die aufwendig gestalteten Teppichbeete im Stile der Gründerzeit und der landschaftliche Park mit schönem Altholzbestand.
Erwähnenswert sind insbesondere der älteste Gingko Deutschlands, die aus der barocken Anlage stammende Lindenallee in der Mittelachse des Parkes und die Brunnenskulptur „Mädchen mit Krug („Milchmädchen“), ein Bronzeabguss einer 1816 von Pawel Sokolow geschaffenen Figur nach einer Fabel von de la Fontaine, die 1998 aus Anlass der 10jährigen Partnerschaft zwischen den Staatlichen Museen Zarskoje Selo bei St. Petersburg und der Kulturstiftung Schloss Britz aufgestellt wurde.

Das Schloss Britz beheimatet eine Dauerausstellung zur Wohnkultur der Gründerzeit, ergänzt durch ein umfangreiches kulturelles Programm mit Lesungen, Konzerten und Wechselausstellungen, im Sommer auch auf der Freilichtbühne des Gutes.
Und nicht zu vergessen: ein Restaurant und Café mit schöner Gartenterrasse.

Adresse: Kulturstiftung Schloss Britz, Alt-Britz 73/Fulhammer Straße, Berlin-Neukölln, Tel: 030 – Tel. 6097923-0
Internet:
 www.schlossbritz.de
Öffnungszeiten Park: täglich ab 8.30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit
Öffnungszeiten Schloss:
Anfahrt:  U7 Parchimer Allee anschließend: M44/M46 Britzer Damm/Tempelhofer Weg oder Bus 181 Britzer Damm/Mohriner Allee

Comments are closed.